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Risk Management |
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für Speditionen und Transportfirmen |
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Teil B - Schulungsinhalte |
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B10 - Fahrerschulung |
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Wir begreifen die Fahrerschulung nicht als eine Schulung oder als ein Seminar, sondern als einen Prozess, welcher aus vielen Bausteinen besteht. Hierbei kommt es weniger darauf an, welcher Baustein zuerst bearbeitet wird, sondern dass die Fahrer auf der einen Seite nicht mit dieser umfassenden Materie überlastet werden und auf der anderen Seite ein stetiger Wissenstransfer bzw. eine Auffrischung des Erlernten gegeben ist. Aus diesem Grund reichen bei einigen Bausteinen wenige Minuten, wohingegen bei anderen Maßnahmen ein kompletter Tag eingeplant werden muss.
Zur besseren Übersichtlichkeit werden wir nachfolgend eine Trennung zwischen theoretischer und praktischer Fahrerschulung durchführen. Nach unseren Erfahrungen bringt aber gerade die Vermischung beider Komponenten den bestmöglichsten "Aha"-Effekt. |
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Theoretische Fahrerschulung |
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- Die Rechtsanwälte des Anwaltnetzwerkes der WIASS (siehe Punkt A 2.3.) halten Kurzvorträge im Rahmen von Betriebsversammlungen/Schulungen zum Thema "Materielle Verantwortlichkeit". Sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Arbeitgebern besteht vielfach eine hohe Unsicherheit, bei welchen vorsätzlich oder (grob)-fahrlässig verursachten Schäden die Verursacher (Fahrer) zur Mit-Verantwortung gezogen werden können.
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- Psychologie
Speziell im Rahmen des praktischen Fahrsicherheitstrainings haben die Fahrer die Möglichkeit, mit Psychologen über ihre Sorgen und Probleme zu sprechen. Hierbei erkennen die Fahrer selbst, aus welchen Gründen sie in Stress geraten, wobei die Ursachen sehr vielschichtig sind (Familie, Tourenplan, Gesundheit). Der Fahrer erkennt, dass Zeitdruck und Hektik in direktem Verhältnis zu Risikobereitschaft und Aggression im Straßenverkehr steht. Mit diesem Hintergrundwissen wird auch das Verständnis für das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern gefördert. |
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- Richtiges Verhalten bei einem Unfall
Vielfach vergessen die Fahrer in ihrer Aufregung, nach einem Unfall alle notwendigen Schadensdaten aufzunehmen (siehe Punkt A 2.3 - Anwaltshotline).
Dies führt dazu, dass der schadensbearbeitende Makler bzw. die Versicherungsgesellschaft erst weitere Erkundigungen vor der Schadensbearbeitung einholen muss. Dies kostet Zeit und Zeit wiederum bedeutet im Normalfall, dass sich die Unfallkosten verteuern (siehe Punkt A 2.3 - aktive Schadensbearbeitung). |
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- Unfallpunkte
Hierbei werden dem Fahrer Unfallschwerpunkte - resultierend aus den unterschiedlichsten Ursachen - dargestellt:
- Witterung - Besonderheiten der Ladung - Jahres-, Wochen-, Uhrzeit - Straßenverlauf (monotone Autobahnfahrten, herabhängende Baumäste, Walddurchfahrten) |
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- Ursachen von Unfällen
Hierbei werden die verschiedensten Ursachen - ob verursacht durch Eigenverschulden oder durch Fremdverschulden - beleuchtet (vgl. hierzu auch Punkt B5). |
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- Verantwortung des Fahrers
Dem Fahrer wird die hohe Verantwortung bei seiner täglichen Arbeit vor Augen geführt.
Dies betrifft sowohl
- Verantwortung für die eigene Gesundheit, verbunden mit der Verantwortung für die Familie - Verantwortung für Leben und Gesundheit anderer Personen und der damit verbundenen Auswirkungen auf Dritte (Familie, Arbeitsabläufe, etc.). - Verantwortung für den hohen materiellen Wert des bewegten Fahrzeuges - Teilweise hohe materielle Werte der Ladung, eventuelle Folgekosten durch Prodktionsstillstand etc. - Eventuelle hohe materielle Schäden bei den Geschädigten. |
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- Unfallvermeidung
Was kann ein Fahrer tun, um Unfälle zu vermeiden? Hier steht insbesondere das vorausschauende Fahren im Vordergrund. |
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- Checklisten
Die Notwendigkeit von täglichen Abfahrtskontrolllisten wird an Hand von Beispielen nachgewiesen. Ebenso verhält es sich mit den wöchentlichen Kontrolllisten. |
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- Verkehrsrecht
Dem Fahrer werden Rechtsgrundlagen im Zusammenhang mit Sanktionen, die bei Verstoß derer eintreten, dargestellt. Hierbei wird nach verschiedensten Gebieten unterschieden:
- (materielle) Verantwortlichkeiten der Fahrer bei Unfällen - Verantwortlichkeit der Fahrer für den technischen Zustand der Fahrzeuge - Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Zusammenhand mit der Ladungssicherung, Abstand, Geschwindigkeit - Straftagen im Zusammenhand mit Alkohol, Drogen und Personenschäden - Hilfe nach Eintritt des Schadenfalles durch die Rechtsanwaltshotline (siehe Punkt 9). |
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Praktische Fahrerschulung |
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- Arbeitsplatz LKW
Selbst Fernfahrer, die über viele Jahre oder Jahrzehnte ihren Arbeitsplatz im LKW haben, begehen Fehler, die sich sowohl auf ihre eigene Gesundheit negativ auswirken als auch das Verursachen von Verkehrsunfällen begünstigen: - richtige Sitz- und Lenkradeinstellung - permanentes Anlegen des Sicherheitsgurtes - richtiges Ein- und Aussteigen in das Führerhaus
- Beherrschen von Extremsituationen
Diese praktischen Trainings werden analog vielen anderen Schulungseinrichtungen angeboten:
- Ausweichen vor plötzlich auftretenden Hindernissen - Zusammenhang zwischen Zeit und der darin zurückgelegten Wegstrecke = Reaktionsweg - Bremsweg - Anhalteweg |
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Vorteile der modernen Technik und Aufzeigen deren Grenzen |
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- Alltagssituationen
Hier dürfte die WIASS mit den beteiligten Firmen ein einmaliges Konzept für Deutschand entwickelt haben. Abgestimmt auf die häufigsten Unfallursachen in den Unternehmen werden mit einfachsten Mitteln Alltagssituationen nachgestellt. Das Verkehrsgeschehen wird mittels 2 digitaler Videokameras festgehalten. Hierbei filmt die eine Videokamera das Straßengeschehen während die andere die Reaktionen des Fahrers hierauf festhält. Nach Ende des Trainingslaufes werden beide Videofilme parallel abgespielt und mit dem Fahrer eine Analyse vorgenommen. Hierbei ist besonders wichtig, dass die Fahrer keine Angst vor Fehlern haben, da sie wissen, dass sie zwar das Bildmaterial mit nach Hause nehmen dürfen, der Chef aber eine anonymisierte Auswertung erhält. Da die Fahrer mit ihren eigenen Nutzfahrzeugen fahren, kommt es auch nicht zu einer Ausrede, dass das Trainingsfahrzeug anders reagiert als das Fahrzeug, welches täglich genutzt wird. |
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Als Beispiel seien folgende Alltagssituationen genannt: |
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- Höhenbegrenzung
Die Durchfahrtshöhe einer Brücke wird niedriger angezeigt als sie tatsächlich ist. Das Gefühl sagt dem Fahrer, dass er hindurch passt. Wie verhält sich der Fahrer? |
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- Rückwärtsfahren
Der Fahrer erhält die Aufgabe, auf genau 1 Meter an die Leitplanke heranzufahren. Nun wird der Abstand zwischen LKW und Leitplanke vom Fahrlehrer gemessen und sich über jeden Zentimeter Genauigkeit gefreut. Während dessen wird hinter dem Fahrzeug ein Verkehrshindernis aufgestellt, welches eine aus einem PKW gerade ausgestiegene Person symbolisieren soll. Die wenigsten Fahrer nutzen den beisitzenden Fahrlehrer dazu, sich beim Rückwärtsfahren einweisen zu lassen bzw. vergewissern sich vor dem Rückwärtsfahren über die Situation hinter ihrem Fahrzeug. Das "totgefahrene" Verkehrshindernis hat einen bleibenden Erinnerungswert. |
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- Sehtest
Das Bestimmen der Sehschärfe während dem praktischen Fahrsicherheitstraining führt dazu, dass der eine oder andere Fahrer feststellt, dass es zu einem schleichenden Verlust seiner Sehkraft gekommen ist und er ohne Brille andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. |
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- Ressourcen sparende Fahrweise
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen einer sparsamen Fahrweise und der Unfallwahrscheinlichkeit. Aus diesem Grund werden in den Trainings Tipps und Anregungen zu folgenden Themengebieten gegeben:
- vorausschauend fahren - Diesel sparen - rechtzeitiges Schalten in andere Gänge - vorausschauendes Fahren - vorausschauendes Gas wegnehmen - richtiger Luftdruck der Reifen |
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- Effektive Bremstechniken zur Vermeidung von Verschleiß
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